
In den Sommerwochen werden von den Kirchenführerinnen und Kirchenführern Goslars sieben besondere Führungen angeboten, an deren Ende jeweils eine Orgelmusik steht.
Zunächst gilt es, eine Teilstrecke der "Pilgerwege durch Goslar" zu gehen, um dann in der jeweiligen Zielkirche eine halbstündige Orgelmusik zu erleben.
Die Führung inklusive Orgelmusik kostet 4,-- Euro. Wer nur zum Konzert kommt, ist mit 2,-- Euro dabei.
12.07. 17 Uhr Beginn an der Domvorhalle 18.30 Uhr Orgelmusik in der Neuwerkkirche 19.07. 17 Uhr Beginn am Frankenberger Plan 18.30 Uhr Orgelmusik in der Stephanikirche 16.07. 17 Uhr Beginn an der Domvorhalle 18.30 Uhr Orgelmusik in der Neuwerkkirche 02.08. 17 Uhr Beginn an der Stephanikirche 18.30 Uhr Orgelmusik in der Frankenberger Kirche 09.08. 17 Uhr Beginn an der Neuwerkkirche 18.30 Uhr Orgelmusik in der Marktkirche 16.08. 17 Uhr Beginn an der Stephanikirche 18.30 Uhr Orgelmusik in der Frankenberger Kirche 23.08. 17 Uhr Beginn an der Neuwerkkirche 18.30 Uhr Orgelmusik in der Marktkirche
Eine gute Alternative dagegen gibt es im Jugendkeller vom Amsdorfhaus!
Immer montags von 15-17.30 Uhr findet dort ein offenes Angebot für alle Jugendlichen zwischen 11 und 15 Jahren statt.Im Jugendkeller könnt ihr Musik hören und einfach mal nichts tun, kickern oder Dart spielen oder sich in Spielen wie Halli Galli oder Twister mit anderen messen. Außerdem wird zusammen gekocht, gebacken und gegessen, Hausaufgaben können erledigt werden und ihr könnt eure Kreativität ausprobieren.
Der Teenietreff wird von der Evangelischen Jugend (Edda Börner) und der Stadtjugendpflege Goslar (Frank Reimers) in Kooperation angeboten und ist für alle Jugendlichen offen.
Einfach mal vorbei kommen und ausprobieren, auf dem Programm stehen noch bis zu den Sommerferien:
In der Regel sind die Angebote kostenlos. Eure eigenen Ideen und Wünsche sind uns willkommen.
In den Schulferien ist der Jugendkeller geschlossen.
Fragen? Tel.: 3349426 (Edda Börner)
Der Erlös kommt zum Teil der Marktkirchenbibliothek zugute.
Seit Ostersonntag ist es möglich. Die obere Platform des Marktkirchturmes ist nach 218 Stufen Aufstieg erreichbar. Belohnt wird diese Mühe mit einem unvergleichlichen Blick über die Stadt.
Nähere Informationen in einem Artikel der Goslarschen Zeitung v. 25.März 2008Der Turm ist täglich von 11 - 17 Uhr geöffnet. Es erwartet Sie das volle Panorama der Stadt und Umgebung. Auch für Bewohnerinnen und Bewohner von Goslar ist das etwas Wunderbares.
Verschenken Sie doch mal eine Turmbesteigung! Sie kostet für "Große" 2 Euro, für "Kleine" bis 1,50m nur 1 Euro.
Anlass war der drohende Irakkrieg. Am 24. Januar 2003 besuchten meine Frau und ich die Marktkirche in Hannover. Dort hielt Eugen Drewermann einen Vortrag. Er warnte vor der Gefahr, dass die USA in den Mittel-Ost-Staat einmarschieren könnten. Kurz entschlossen organisierte meine Frau ein Friedensgebet in unserer Marktkirche, das am 27. Januar 2003 zum ersten Mal stattfand. Am 15. Februar gab es weltweit Proteste; in Deutschland fand die größte Demonstration aller Zeiten statt. In der gesamten Propstei Goslar läuteten die Glocken: "Fünf vor Zwölf"!
Dennoch kam es am 20. März zum Angriff - aufgrund gefälschter Informationen über angebliche Massen-Vernichtungswaffen. Auch in unserer Stadt gab es vehemente Befürworter. Am Abend um 21 Uhr kamen wir mit 90 Personen zum Gebet zusammen, es gab Mahnwachen auf dem Marktplatz, und am 24. März demonstrierten Schülerinnen und Schüler, die teilweise mutig ohne Erlaubnis den Unterricht versäumten. Am Tag darauf fand bereits das 50. Friedensgebet in unserer Kirche statt, drei Tage später ein Gottesdienst der Schülerinnen und Schüler. Seit dem 24. April gibt es das Friedensgebet wöchentlich donnerstags um 11.30 Uhr. Wolfgang Kramme hat sich der Sache angenommen. Er sitzt bis heute auch dann zum Gebet an der Weltkugel, wenn sein Ruf "Wir beten jetzt für den Frieden" erfolglos bleibt: stellvertretender Dienst für viele.
Im Januar bestand das Friedengebet in der Marktkirche fünf Jahre. Den Krieg im Irak gibt es immer noch, Gott sei´s geklagt.
Helmut Liersch
| Die Geschichte eines alternden Ehepaars. |
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Ulrich Wiesjahn, geboren 1940 in Halbe (Mark Brandenburg) und aufgewachsen in der DDR, übersiedelte 1965 nach West-Berlin. Nach dem Abitur in Worms Studium der Theologie und Germanistik in Mainz, Heidelberg und Berlin. Danach Pfarramt in Berlin - Steglitz und Goslar, wo er bis heute mit seiner Frau wohnt. Neben einem Tagebuchroman hat Ulrich Wiesjahn Lyrik, Essays, Reiseskizzen und Betrachtungen zur modernen Kunst veröffentlicht. |
"Lebensbegleitung für Jung und Alt" heißt es im Leitbild der Marktgemeinde. Im Amsdorfhaus kommen die Jüngsten jede Woche am Dienstagvormittag von 10 Uhr bis 11.30 Uhr zusammen. Hier treffen sie Freundinnen und Freunde, singen gemeinsam, "gehen auf Löwenjagd" oder "suchen Gespenster", frühstücken zusammen, feiern Geburtstag und vieles mehr.
Auch für die Erwachsenen ist es wichtig nach der Geburt eines Kindes Gleichgesinnte mit ähnlichen Problemen und Fragestellungen zu treffen und sich gegenseitig zu unterstützen. So entsteht oft nach längerer Pause wieder ein Kontakt zur Kirchengemeinde, der für beide Seiten bereichernd ist.
Eltern, die auf der Suche nach einer Gruppe für sich und ihr Kind sind können gerne einfach einmal zum Schnuppern vorbeikommen.
Karin Liebl
P.S. Schön, dass wir seit kurzem - dank Kirchenvorsteher Jörg Düspohl - im Amsdorfhaus auch einen tollen Wickeltisch in der behindertengerechten Toilette haben und so wieder ein Stück familienfreundlicher geworden sind …
Seit Frühjahr letzten Jahres findet monatlich eine Kinderbetreuung während des Gottesdienstes statt. Die Kinder beginnen den Gottesdienst mit ihren Eltern in der Kirche und ziehen dann vor der Predigt in die Sakristei.
Den Kindern Gottes Geschichte nahe zu bringen, ist uns dabei ein Herzensanliegen. Wir, Antje Hermanns (Kirchenvorstandsmitglied) und Christina Dreyer, wollen den Kindern auf spielerische Art und Weise christliche Werte vermitteln. Das heißt, wir beten und singen mit den Kindern, lesen eine zum Predigttext passende Geschichte und gestalten dazu etwas auf kreative Weise.
Wir wollen damit den Familien die Möglichkeit geben, am Sonntag Kirche zu erleben, um geistliche Nahrung aufzunehmen, aber ihre Kinder währenddessen in guten Händen zu wissen. Die nächsten Gottesdienste mit Kinderbetreuung sind am 13.4 und am 18.5.
Christina Dreyer


Im Oktober des vergangenen Jahres waren Landesbischof Dr. Weber und seine persönliche Referentin Pfarrerin Cornelia Götz im Rahmen der Visitation nicht nur in der Propstei zu Gast, sondern auch in der Marktgemeinde. Nun liegt der offizielle Bericht darüber vor.
Bei den Besuchen in der Kita Zum Markte, dem Amsdorfhaus, der Marktkirchenbibliothek und der Teilnahme an einer Kirchenvorstandssitzung standen vor allem Gespräch und Austausch an erster Stelle. Die Begegnungen waren geprägt von ehrlichem Interesse für die spezifische Situation unserer Gemeinde, die offen sein möchte für Gäste und Kunst, aber dabei auch Aufgabengebiete wie z.B. die Kindertagesstätte , Seniorenkreis und Theologischen Gesprächskreis sehr ernst nimmt.
Landesbischof Dr. Friedrich Weber zeigte sich beeindruckt von den Menschen, die in der Gemeinde Dienst tun. In seinem Bericht schreibt er: "Es hat mich tief berührt, mit welcher Treue und Zuverlässigkeit ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber auch Emeriti diesen Arbeitsbereich (gemeint ist Tourismus an der Marktkirche, Gästeservice und Eintrittstelle) mittragen und die offene Marktkirche ermöglichen und erfahrbar machen. Allen war anzumerken, dass hier ein Dienst getan wird, der nicht nur in der Sache gut ist, sondern auch diejenige/denjenigen, der ihn versieht beschenkt."
Der Kirchenvorstand hofft nach wie vor, dass die Landeskirche diesem besonderen Ort auch im Hinblick auf die finanzielle Ausstattung bzw. in der Berechnung der Sekretärinnen- und Küsterstunden gerecht wird.

Einen gelungenen Abschuss der Woche bildete der gemeinsame Festgottesdienst unter Mitwirkung der Goslarer Kantorei, der "einladend war, fröhlich in der Gesamtatmosphäre und auch hin zur gemeinsamen großen Abendmahlsfeier (...) ein positives Zeichen dafür, wie offen, lebensnah, freundlich du zugleich von tiefem Ernst geprägt ein Gottesdienst sein kann."
Die Visitation ging zu Ende mit der Eröffnung des Pilgerweges in Anschluss an den Gottesdienst. Landesbischof Dr. Weber: "Ich halte den Goslarer Pilgerweg für ein gelungenes Beispiel des Zusammenspiels von Kirchenpädagogik, Öffentlichkeitsarbeit und kirchengemeindlicher Arbeit und gratuliere zu seiner gelungenen Umsetzung."
Insgesamt stellt der Landesbischof in seinem Visitationsbericht der Marktgemeinde wie auch der Propstei Goslar ein sehr gutes Zeugnis aus.
Wir können als Gemeinde dankbar sein für die Menschen, die in den vielfältigen Bereichen unserer Gemeinde engagiert sind und auf unsere Arbeit sein. Am wichtigsten aber ist es - und damit zitiere ich am Ende noch einmal unseren Landesbischof - "in der Wirklichkeit des gemeindlichen Lebens die Wirkung des Geistes Gottes zu erkennen."
Karin Liebl
In der aktuellen Ausgabe des Gemeindebriefes werde ich Sie ausführlich über den neuesten Stand im Orgelrenovierungs-Projekt informieren: Mittlerweile haben wir als Schirmherren Landesbischof Dr. Friedrich Weber und Bundesumweltminister Sigmar Gabriel gewinnen können, worüber wir uns sehr freuen! Momentan laufen Gespräche zwischen der Orgelbaufirma und den Architekten Kleinberg & Pohl zur Neugestaltung des Orgelprospekts, so dass die Fenster-Rosette der Westfront der Marktkirche wieder sichtbar würde. Bis zum Oktober wird sich in diesem Bereich - so hoffen wir - schon ein Ergebnis herauskristallisiert haben. Wir bedanken uns bei Ihnen sehr herzlich für Ihre zahlreichen Spenden, auf die wir auch weiterhin angewiesen sind!

Bundesumweltminister Sigmar Gabriel mit Pfarrer Ralph Beims und Propsteikantor Gerald de Vries vor der Schuke-Orgel in der Marktkirche (Foto: Jörg Düspohl)
Gerald de Vries
Nach fast 14 Jahren gibt es zum 1. Januar 2008 bei der Leitung der Ev. Frauenhilfe Goslar einen Wechsel. Zur turnusmäßigen Wahl des Leitungsteams am 20. November 2007 stellte sich Frau Irmtraut Reese aus Anlass ihres 75. Geburtstages nicht mehr für das Amt der 1. Vorsitzenden zur Verfügung.
Im Sommer 1994 - nach dem Wegzug der damaligen Leiterin des - noch - Frauenkreises der Marktgemeinde, Frau Siegrid Fischer (der Gattin des damaligen Pastors Heinz Fischer), wollte Frau Reese eigentlich nur die schriftliche Organisation des Kreises übernehmen. Aber - wie das so ist bei ehrenamtlicher Arbeit ist - daraus entwickelt sich meist mehr, und so wurde Frau Reese Ansprechpartnerin des Kreises und später nach Eintritt in die Ev. Frauenhilfe zum 1.1.2004 als 1. Vorsitzende des Leitungsteams bestätigt.
Die Ev. Frauenhilfe gehört dem Landesverband Braunschweig an. Insgesamt leisten dort ca. 13.000 Frauen in 14 Kreisverbänden organisiert Laienarbeit. Die Frauenhilfe Goslar trifft sich regelmäßig einmal monatlich mit ca. 20 Frauen zu Vorträgen und Gesprächen, durchgeführt zum Teil von externen Referenten oder zu selbst erarbeiteten Themen. Besonders arbeitsintensive Highlights sind einmal jährlich die Ausrichtung des Senioren-Nachmittags für alle Goslarer Kirchengemeinden zum Weltgebetstag - im Jahr 2008 auch noch der Gottesdienst zum Weltgebetstag in der Marktkirche. Außerdem werden ab und zu Gottesdienste mit der Pfarrerschaft durchgeführt. Das Leitungsteam und die Frauen der Frauenhilfe sind eine gute, zusammengewachsene Gemeinschaft, die sich aber freuen würde, noch weitere Frauen begrüßen zu können.
Unter Leitung der Kreisverbandsvorsitzenden der Ev. Frauenhilfe, Frau von Veltheim, wurde das neue Leitungsteam wie folgt gewählt:
Die neue Ansprechpartnerin ab 1. Januar 2008 ist Frau Edelgard Wesemann, Frau Annedore Kollmann stellte sich als Schatzmeisterin zur Wiederwahl und zum weiteren Team gehören Frau Ute Genath, Frau Anneliese Schlüter, Frau Sigrid Sordyl und Frau Irmtraut Reese.
Irmtraut Reese
Wolfgang Kramme, Hannelore Rauschmaier, Ingrid Emmerich, Helmut Mühlhausen, Bärbel Kröter, Heinrich Rehbock, Michael Alewyn, Lothar Marx, Marcus Hoppe, Bärbel Gorny, Claudia Bollmann. Auf dem Foto fehlt Antje Krüger.
Die Marktkirche Goslar ist täglich von 10-17 Uhr geöffnet. Das ist ein hervorragender Service für die vielen Gäste, die Goslar oft nur wenige Stunden besuche, aber auch für zahlreiche Goslarerinnen und Goslarer, die die Atmosphäre der Marktkirche zur kurzen Besinnung im Alltag nutzen.
Der Gästeservice ist bei diesem Projekt "Offene Marktkirche" ein wichtiger Pfeiler. Denn eine geöffnete Kirche ist kaum vorstellbar ohne Betreuung. Die Hauptaufgabe der zurzeit zwölf Damen und Herren besteht darin, als Ansprechpartner/in für die Gäste zur Verfügung zu stehen. Die Gesprächsinhalte bewegen sich zwischen Fragen wie: "ist diese Kirche evangelisch oder katholisch" bis hin zu persönlichen Themen. Außerdem betreut der Gästeservice den Verkaufsstand in der Kirche und steht den PfarrerInnen, dem Kantor und dem Küster bei Veranstaltungen helfend zur Seite.
Ist Ihr Interesse geweckt? Dann fassen Sie sich ein Herz und melden sich bei Herrn Kramme (Tel. 18825) oder direkt beim Pfarramt unter der Telefonnummer 22922.
Ralph Beims
Von Propst Helmut Liersch ist jetzt im Radius-Verlag das Buch "Geistkraft" erschienen. Es enthält 26 Predigten, überwiegend in der Marktkirche Goslar gehalten, dazu einen Essay über seine Auffassung vom Predigen. Der Band ist fest gebunden und umfasst 170 Seiten. Er ist erhältlich im Buchhandel und in der Marktkirche, kostet 15 Euro.

Das Buch "Geistkraft" von Helmut Liersch kann man von zwei Seiten lesen: Seinen Hauptteil machen 26 Predigten aus, die der Goslarer Propst in der Goslarer Marktkirche gehalten hat. Man kann aber auch zuerst auf Seite 153 anfangen und sich von Lierschs "Plädoyer gegen die Selbst-Marginalisierung evangelischer Verkündigung" gefangen nehmen lassen.
In diesem Essay legt der Autor, der am 3. September seinen 60. Geburtstag feiert, eine kleine, aber leidenschaftliche Homiletik vor. Er artikuliert das Leiden an "der Unlust an der Predigt", die er - und sicher viele Predigthörerinnen und -hörer - landauf, landab beobachten. Es geht ihm dabei nicht um Kollegenschelte, sondern darum, wie der eigentliche Predigt-Auftrag gelingen kann: "Wie gebe ich Zeugnis von der Hoffnung?" ist seine Leitfrage. Jedenfalls nicht, sagt Liersch, wenn "wir stecken bleiben bei der Bauart palästinensischer Häuser zur Zeit Jesu" oder darin, zu betonen, "was Gott nicht ist".
Liersch macht Mut dazu, Position zu beziehen: Christlicher Glauben hat Antworten auf die existentiellen Fragen, die Menschen umtreiben. "Wir haben doch diese Antworten bekommen - und wir wollen sie doch verständlich geben, seelsorgerlich fassbar". Pastorinnen und Pastoren werden diesen Essay mit Gewinn für ihre eigene Predigtarbeit lesen. Ebenso viel Gewinn werden "Normalleser" aus den Predigten ziehen: Liersch überrascht mit neuen, erhellenden Auslegungen "bekannter" Texte, unterhält und macht neugierig, erhebt nirgends den moralischen Zeigefinger, sondern macht Mut und öffnet den Weg für die "Geistkraft", die allein Glauben wecken und bestärken kann.