Am Pfingstmontag feierten die Goslarer Kirchengemeinden bei strahlendem Frühlingwetter einen gemeinsamen Ökumenischen Gottesdienst auf dem Frankenberger Plan. Mit dem Gottesdienst eröffnete die Kirchengemeinde St. Peter und Paul auf dem Frankenberge gleichzeitig die Feierlichkeiten zu ihrem 900 jährigen Bestehen.
Angesichts des Jubiläums der Frankenberger Gemeinde waren die Goslarer Kirchengemeinden vom Domplatz, wo traditionell der gemeinsame Gottesdienst im Rahmen von "Pfingsten in Goslar" stattfindet, auf den Frankenberger Plan umgezogen. In ökumenischer Teamarbeit entstand ein kreativer und aussagekräftiger Gottesdienst. Hausherr und Pastor Reinhard Guischard wies auf die enge Verbindung der Frankenberger Gemeinde zum Bergbau hin und bedankte sich bei allen Mitwirkenden.
Zu Beginn wurde noch einmal der die Gründungsurkunde vorgelesen, die von Bischof Udo von Hildesheim am 13.Mai 1108 erstellt wurde. Als besondere Ehrengast war Landesbischof Dr. Friedrich Weber angereist, der auch eine Predigt hielt, in der auf das gute Funktionieren der Ökumene in Goslar hinwies.
Auch Dechant Kuno Kohn und Propst Liersch betonten die gute Zusammenarbeit. Eine passende Botschaft von "Oben", die sich dadurch äußerte, dass die beiden ihren Dialog nur durch ein gemeinsames Mikrofon und nicht, wie vorher versucht, mit getrennten Strippen, führen konnten, sorgte für allgemeine Heiterkeit unter den Anwesenden. Merke: Es gibt nur einen Draht zu Gott.
Gut in Szene gesetzt war ein Streitgespräch zwischen verschiedenfarbig gekleideten Gruppierungen, in dem die verschiedenen Strömungen und Richtungen der Kirche wie z.B. Traditionalisten und Modernisierer kontrovers diskutierten. Im Zuge dieser Auseinandersetzung wurde das große Holzkreuz (siehe unten) zuerst im Streit abgebaut und danach, auf ausdrücklichen Wunsch des Landesbischofs, wieder versöhnungsvoll errichtet. Die "Gelben" (siehe Bild) haben übrigens nichts mit dem Dalai Lama zu tun, sondern sie waren die Fraktion "Frankenberg", Grün = "St.Georg", Blau = "Diakonie", Violett = "St.Jakobi bzw. katholische Gemeinden"
Zum Schluß wurden als Zeichen der Christlichen Taufe und Verbundenheit noch Schalen mit Wasser aus dem Brunnen am Frankenberger Plan an die Besucher gereicht, was bei dem sehr warmen und sonnigen Wetter auch unter rein erfrischungstechnischen Gründen sicherlich eine gute Idee war.
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Ein stimmungsvoller und außergewöhnlicher Gottesdienst, der den Besuchern sicherlich noch lange in Erinnerung bleiben wird.