Der Theologische Gesprächskreis

Im März 2001 wurde der Theologische Gesprächskreis unter der Leitung und Moderation von Herrn Liersch neu gegründet. Im Jahre 2003 beschäftigte sich der Kreis ausschließlich mit dem alt-israelitischen Propheten Amos, 2004 wurde das Markus Evangelium behandelt und seit Mitte 2005 wurde über den 1. Paulusbrief an die Korinther gesprochen. Im Jahr 2007 haben wir das Apostolische Glaubensbekenntnis und anderen Varianten dieses Bekenntnisses behandelt.

Danach wurde der Frage nachgegangen, wie das Alte Testament im Neuen Testament ausgelegt wird (Biblische Hermeneutik).

Praktisch das gesamte Jahr 2008 und Teile von 2009 stand im Zeichen des Paulusbriefes an die Römer, einem der, wenn nicht sogar dem wichtigsten Kapitel in der Bibel. In diesem Zusammenhang wurde die Rechtfertigungslehre, die u.a. besagt, dass die Menschheit nur durch den Glauben und nicht durch Werke vor Gott gerecht gemacht wird, ausführlich behandelt.

Über dieses Thema wurde am 30. Oktober 2008 auch eine öffentliche Veranstaltung mit Gästen im Rahmen der Amsdorfwoche mit dem Thema "Luther und der Römerbrief - der reformatorische Durchbruch" mit lebhafter Beteiligung durchgeführt.

Das aktuelle Thema, mit welchem sich der Gesprächskreis seit September 2009 beschäftigt, ist die Schöpfungsgeschichte 1.Mose (Genesis), einem sehr interessanten Thema des Alten Testamentes.

Während der Treffen werden die einzelnen Kapitel zuerst von Propst Liersch und der Gruppe gelesen, anschließend wird von den einzelnen Gruppenmitgliedern eine Erklärung und Deutung des Textes versucht. Dabei spielen die geschichtlichen und theologischen Hintergründe naturgemäß eine wichtige Rolle.

Anschließend lüftet Propst Liersch "die letzten Geheimnisse und die eigentliche Bedeutung" des Textes. Dabei zeigt sich häufig, dass eine exakte Interpretation nur durch entsprechendes Hintergrundwissen und Auslegungen sowie durch Kommentare erarbeitet werden kann.

Es entwickeln sich meistens lebhafte, manchmal sogar heftige Diskussionen. Auch die Rechte und die Bedeutung der Frauen, die in den alten Texten oft nur wenig oder versteckt zu erkennen sind, werden meistens von Frau Liersch herausgearbeitet und verteidigt.

Erstaunlich dabei ist immer wieder die Aktualität der Bibeltexte, die, obwohl sie bis zu 2800 - 1900 Jahre alt sind, starken Bezug zur unmittelbaren Gegenwart haben.

Durch regelmäßige Teilnahme, erwerben die Besucher des Gesprächskreises auf diese Weise ein umfangreiches und fundiertes Wissen auf dem Gebiet der Theologie und der Religionsgeschichte.

Hartmut Hädrich

Termine des Theologischen Gesprächskreises



Bilder aus dem Theologischen Gesprächskreis

Fotos: H.Hädrich